gestaltet wurde bezog sich direkt auf die chinesischen Gärten.
Die Chinesen entwarfen ihre Gärten als verkleinerte
Weltdarstellung, als die weltliche Darstellung des Paradieses:
Hügel verkörperten Bergketten, Teiche inländische Meere,
Gehölze standen für pfadlose Wälder. Diese Parks wurden von
Herrschern und reichen Edelleuten der Gesellschaft nach
eigenen Entwürfen in Auftrag gegeben. Ihre Gäste sollten sich
vergnügung, sondern eine Stätte, die die eigene Meditation
fördern möchte.
Wandelgärten mit versteckten und erkennbaren
An- und Absichten heißen die Stichwörter. Der Betrachter
durchwandelt den Garten, während er besinnlich die sich
ändernden Ansichten der Landschaft betrachtet und dabei auch
geistig neue Blickwinkel entdeckt.

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Schon bald beeinflusst der
ZEN-Buddhismus alle Künste
und so erweitert sich auch die
Bedeutung der ZEN-Gärten. Sie
werden u. a. für die bedeutende
Tee-Zeremonie eingesetzt.
     Zudem verändert sich die
Gestaltungsart der Gärten. Der
Trocken-Garten als die Verkör-
perung der ZEN-Landschaft hält
Einzug. In diesem finden sich
weder Pflanzen noch Bäume
noch Wasser. Er besteht einzig
aus geharktem Sand und
Felsgruppierungen.
     Heute wird der kulturelle
Wert dieser Gärten wieder ent-
deckt. Alte Gärten werden restau-
riert und erfreuen sich ständig
wachsender Besucherzahlen, vor
allem auch durch die Japaner

darin dem kultivierten Vergnügen hingeben und den Göttern
näher sein. In ihm wurde gespielt und er galt als Szenario für
Lesungen und musikalische Unterhaltungen.

Im 9.Jahrhundert entfernten sich die Japaner von der
chinesischen Art der Gartengestaltung und entwarfen eigene
Ideen. Dann mit der Übernahme des ZEN im 13.Jahrhundert
entstehen die eigentlichen ZEN-Gärten. Die Gärten werden
abgewandelt. Sie sind nun nicht mehr Ort der Gruppen-
zurück       home    
selbst. Und nicht nur in Japan werden neue ZEN-Gärten
geschaffen. Weltweit kann man inzwischen in Japanischen
Gärten wandeln und seinen Gedanken nachhängen auf der
Suche nach Erkenntnis.

Fotos u. Hintergrundinformationen: Dr.Wolfgang Hess;
Schloß Eickhof,Liebenau

www.japan-garten-kultur.de
www.japangarten-cdrom.de