Diese kleine Erzählung stammt aus dem 16.
Jahrhundert. Sie verdeutlicht die Philosophie, die hinter der
vollendeten Gartenkunst steht.
    Dabei wird die Gestaltung der Japanischen Gärten - auch
Zen-Gärten genannt - von einfachen Richtlinien bestimmt:
Als Erstes muss die Einfachheit beachtet werden.
Alle Elemente werden klar strukturiert und besitzen keinen

den tieferen Sinn dahinter kommt es an. Es gilt den Kern zu
erfühlen und zu ergründen. So wird der Zen-Garten zu einem
Ort der ruhigen Gedanken, entworfen und geschaffen um
beides zu nähren, das Herz und die Seele des Menschen.

      Hat man dieses Prinzip verstanden, geht es einem wie dem Freund des Teemeisters. Er begriff, dass nicht mehr
sein menschlicher Maßstab eine Rolle spielte, sondern dass er vom

aufwendigen Zierrat. Hinzu kommt die Natürlichkeit.
Im Japanischen wird hierfür das
Wort shizen verwendet. Es steht
für die Vermeidung von Künst-
lichkeit. So zeigen Japanische
Gärten meist eine unsymme-trische
Gestaltung, um die Natur, wie sie
sich uns darstellt, besser
einzufangen.
     Auch der Begriff koko spielt
eine wichtige Rolle in der Phi-
losophie der Zen-Gärten. Er be-
deudet soviel wie Alter und Zeit,
bzw. die Relevanz der beiden für
das Erkennen.
     yugen und miegakure sind
vielleicht die zwei wichtigsten
Elemente für die Gestaltung. Das
Erste steht für die Unklarheit und
Dunkelheit als Übermittler des

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Geheimnisvollen und Unergründlichen. Es soll den Scharfsinn
fördern,wie bei dem Freund des Teemeisters. Der andere
Begriff fordert die Vermeidung des vollen Ausdrucks, um das
Konzept des yugen -also des Nachdenkens - noch einmal zu
unterstreichen. Diese beiden Elemente verdeutlichen den
wichtigsten Gedanken für die Gestaltung eines Japanischen
Gartens: In der Zusammenstellung von Steinen, Wasser und
Pflanzen liegt immer mehr, als das bloße Auge entdecken kann.
Es ist nicht nur die äußere Betrachtung der Dinge. Sondern auf
zurück

Garten vereinnahmt wurde. Er war nicht mehr Besitzer oder
Betrachter seines Gartens, sondern zum Teil eines Ganzen
geworden.

 Dieses Gesamtkonzept
begründet sich auf dem
ZEN-Buddhismus. Ursprünglich aus China stammend, hatte dieser im 13.Jahrhundert einen kräftigen Einfluss auf Japan
 und seine Gärten. Und so stammen die Japanischen Gärten aus  China. Schon der erste Garten, der in Japan im Jahre 607
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