Eine Fabel
erzählt von einem alten Teemeister in Japan. Er hatte einen Garten geschaffen für seinen Freund, der am Meer lebte. Diesen Garten umgab eine hohe Hecke. Sie verwehrte den beiden einen Blick auf das Wasser. Sein Freund aber war unglücklich, weil er sein geliebtes Meer nicht mehr sehen konnte.
      Eines Tages – er wandelte gerade durch seinen Garten– ging er zum Wasserbecken, um seine Hände zu waschen. Als er sich zum Becken nieder bückte, entdeckte er einen Spalt in der Hecke und gewahrte das tosende Meer.
      Da erkannte er die Absicht in der Gestaltung des Gartens: Der Teemeister wollte seinen Geist anspornen. Er hatte eine Verbindung zwischen dem Wasser im Becken und dem großen Ozean entdeckt. Und damit auch die Beziehung zwischen sich und dem unbegrenzten Universum erkannt.

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